Vor etwas mehr als 1000 Jahren wurde in Kampa ein fränkischer Graf mit Namen Konrad zum deutschen König gewählt und drei Jahre später in Rom zum Kaiser gekrönt.
Für 101 Jahre hat diese Familie (Sohn, Enkel und Urenkel Konrads) die Geschicke des Heiligen Römischen Reiches maßgeblich mitbestimmt.
Im 19. Jahrhundert hat die Geschichtsschreibung dieser Familie den Namen Salier gegeben. Und so liegt es nahe, dass sich der Geschichtsverein, der am 09.09.1990 in Speyer gegründet wurde und sich schwerpunktmäßig mit dem salischen Jahrhundert beschäftigt, den Namen
Saliergesellschaft
gegeben hat.
Und es ist auch kein Zufall, dass die Gründung in Speyer erfolgte, denn das bedeutendste (Bau)werk, das die Salier hinterlassen haben, ist der
Kaiserdom zu Speyer.
Er hat über die Jahrhunderte das Bild der Stadt und das Leben in der Stadt geprägt und beeinflusst und tut es heute noch.
Die älteste Abbildung des Domes finden wir in dem wohl prachtvollsten Evangelienbuch des Mittelalters, dem Codex Aureus. Er wurde 1046 vom König Heinrich III. in der berühmten Schreibschule in Echternach für den Speyerer Dom in Auftrag gegeben. Der Codex befindet sich leider nicht mehr in Speyer. Er wird heute im Kloster Escorial bei Madrid aufbewahrt. Deshalb findet man oft den Namenszusatz „Escorialensis“, aber auch „Eptanacencis“ (nach dem Entstehungsort) oder „Spirensis“ (nach dem Ort seiner Bestimmung).
Der Codex enthält auch Abbildungen von Kaiser Konrad und seiner Frau Gisela, sowie Heinrich III. und seiner Frau Agnes, sicher keine Portraits, aber doch Bilder, die zu Lebzeiten oder kurz nach dem Tod der Abgebildeten entstanden sind.)
